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Kleine Überraschung

Diese Woche verriet mir eine E-Mail, dass ich bald ein Paket in den Händen halten werde. Eine erste Recherche in meinem Kurzzeitgedächtnis brachte keinerlei Ergebnis zu Tage. Kurzerhand habe ich die Anfrage mit dem Zusatz, der Versandort sei Hamburg, erweitert und an das Langzeitgedächtnis übergegeben. Siehe da, es erfolgte eine Rückmeldung die jedem Kaufsüchtigen Glückgefühle verleiht. Ein Kickstarter Projekt steht doch noch aus. Da war doch in manchen E-Mails darauf hingewiesen worden, dass nach der ersten Chargenfertigung ein Schiff über die Meere tuckert.

Schiff≙Hamburg

Wie viele Projekte wirklich noch ausstehen ist mir nicht präsent. Das hilft auch vor Enttäuschungen bei Projekten, die so enden, dass die Herrschaften das Geld nehmen und verschwinden. Aber zurück zum Objekt der Begierde. Foldio3 entgegnet der Gehirnteil der befragt wurde. Spielzeug für die Kamera! UnDank Renato bin ich auf die Kampagne gestoßen. Was soll ich sagen, Fotoausrüstung kann man doch nie genug haben oder? Zudem verfolge ich seit Jahren das Ziel mangelnde Fototechnik durch Hardwarekäufe zu kompensieren. Über den Erfolg liest man in jedem zweiten Buch, also vielmehr vom Gegenteil. Aber da bin ich hartnäckig.

In meiner Wohnung in der Stadt war es üblich, dass ein freundlicher DHL Mitarbeiter gegen 10Uhr die Klingel betätigt. In dem Dorf in dem ich jetzt wohne passiert dies eher am Nachmittag. Oder auch gar nicht. Nach der ein oder anderen Gesprächsminute mit erschreckend häufig wechselnden Mitarbeitern, hat sich herausgestellt, dass Pakete gern pauschal bei den Nachbarn oder in der Postfiliale abgegeben werden. „Sie sind ja nie anzutreffen, es steht ja nie ein Auto vor dem Haus“. Das ist natürlich naiv von mir, bin ich doch nie davon ausgegangen, dass ich diskriminiert werde, weil mein Auto in der Garage steht.

Zurück zum Ziel: ein Paket, auspacken, aufbauen, spielen!

Dankbar Gleitzeit in Anspruch nehmen zu dürfen, habe ich den PC aufgefordert herunterzufahren, das Telefon umgeleitet, sitze im Auto und fahre Richtung Heimat. In dem Moment sind meine größten Sorgen das Postauto nicht mehr zu erwischen und anstatt auf der Hinweiskarte etwas mit „Wunschnachbarn“, „Folgetag…Filiale“ zu lesen. Es sollte anders kommen.

Während ich in der Einfahrt verweile bis das Garagentor ausreichend weit geöffnet ist um einzufahren, erspähe ich auf dem Briefkasten ein „Paket“. Die Euphorie schwindet wie das Garagentor. Bei der Größe hatte entweder das Schiff einen elementaren Unfall oder der Produzent von Foldio3 hat  sich dazu entschieden das Produkt nur geschreddert zu versenden.

Das Auto geparkt, das Haus mit Paket(-chen) betreten, die Katzen begrüßt, bahnt sich die Schere in meiner Hand den Weg um die Kartonage zu öffnen. Nach dem der erste Flügel des Kartons weicht, melden sich plötzlich Kurz- und Langzeitgedächtnis zu Wort. Ein Gewürzglas von Ankerkraut erblickt das Tageslicht. Teufel noch eins, T-Mobile bietet mit der Mega-Deal App ja neuerdings wöchentlich gratis Produkte feil.

Dankbar über die Kundenpflege, enttäuscht über meine Erwartungen landet das Glas auf der Küchentheke.

Die Erkenntnis von diesem Tag für mich, verlasse dich einfach nicht auf dein Gehirn. 😉

Werbung? Es soll ja wiederholt Menschen geben die sich darüber echauffieren, dass Beiträge nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet werden. Da es aktuell möglich ist die Personen, welche diesen Eintrag lesen werden, mir auf Flickr, Facebook, Twitter oder Instagram folgen, an einer Hand abzuzählen, darf ich voller Demut behaupten, dass ich weder dazu aufgefordert wurde, noch monetär positive Konsequenzen davon zu erwarten habe. Ergo: Nein, es handelt sich nicht um Werbung. 🙂

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